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KUKA Roboter druckt weltweit erstes 3D-Segelboot
KUKA Systempartner Caracol hat gemeinsam mit NextChem innerhalb eines Forschungsprojektes den weltweit ersten Prototyp für ein 3D-gedrucktes Segelboot entwickelt. Gedruckt wurde „Beluga“ in nur einem Durchgang von einem KR QUANTEC.
9. November 2021
Grenzen des industriellen 3D-Drucks überwunden
Komplexe geometrische Formen und meterhohe Komponenten zu drucken – das war bisher kaum möglich. Die roboterbasierte, additive Herstellungstechnologie von Caracol überwindet nun die bisherigen Grenzen des industriellen 3D-Drucks. So wurde auch das Segelboot „Beluga“ zum Leben erweckt.
Caracol arbeitet mit insgesamt vier KUKA Robotern. Die KR QUANTEC Roboter, ausgestattet mit einem patentierten Extruderkopf für den 3D-Druck, überzeugen dabei vor allem durch ihre Flexibilität. Das System erlaubt mehr geometrische Freiheiten, um auch komplexere Komponenten aus einem breiten Spektrum an Materialien verarbeiten zu können. Gleichzeitig bietet das System Vorteile bei Kosten, Nachhaltigkeit, Produktionsvorlaufzeit und Leistung im Vergleich zu traditionellen Lösungen.
Caracol - das 3D-gedruckte Segelboot Beluga
Umweltfreundlicher 3D-Druck mit dem KR QUANTEC
Herkömmliche Methoden zur Herstellung von Segelbooten erfordern in der Regel Gussformen und verwenden Materialien, die schwer zu recyceln sind, wie z. B. Glasfasern. Mit dem robotergestützten System von KUKA Partner Caracol konnte der Rumpf des Segelboots in einem einzigen Stück aus MyReplast™-Pellets gedruckt werden. Dabei kann Abfall reduziert und weiterverwendet werden. Das MyReplast™-Material, das durch Up-Cycling-Verfahren aus Abfällen gewonnen wird, ist ein Beispiel dafür, wie recycelte Polymere erfolgreich für die Herstellung fortschrittlicher Komponenten mit hohen Leistungsanforderungen eingesetzt werden können.
Dank dieser Technologie überwinden wir die Größenbeschränkungen industrieller 3D-Drucker bei geringeren Betriebskosten im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen und zu anderen Optionen auf dem Markt.
„Beluga“ zum Leben erweckt – in nur vierzig Stunden
Das Projekt startete im Mai 2021 mit der Auswahl der Materialien, der Applikation und des Designs von „Beluga“. Gedruckt wurde das Boot im italienischen Lomazzo innerhalb von nur vierzig Stunden. Die glatte Oberfläche entstand in der Postproduktion durch Handarbeit. Zwei Athleten des Yacht Clubs Santo Stefano segelten schon im August mit „Beluga“ erfolgreich auf einem See in der Toskana und bestätigten die Seetüchtigkeit. Von da ging es weiter auf die Milano Design Woche, auf der Caracol jedes Jahr die innovativsten Projekte präsentieren. „Beluga“ erhielt große Resonanz und wurde in die engere Auswahl für die Kategorie Umweltinitiative des Boat Builder Award aufgenommen.